Dec 11, 2009
Sex sells: Burger King mit Showergirls – auch das ist Social Media
Im gestrigen Beitrag ging es um das Gender Gap in Social Media Marketing-Aktionen. Heute schauen wir es uns an. Frauen werden von Social Media Marketing-Maßnahmen oftmals nicht angezogen. Deswegen nehmen mehr als dreiviertel der auf Social Networking Sites aktiven Frauen Marketing-Aktionen erst gar nicht wahr. Wen wundert das, wenn es in der Werbung zumeist mehr um's Aus- als Anziehen geht. Wobei vom Ausziehen wiederum eine große Anziehung auszugehen scheint …
Während man in jugendlicher Unwissenheit vielleicht noch rätseln mag, warum man „Lätta“-Margarine lieber barbusig auf's Brot schmieren soll, wird die Botschaft mit zunehmendem Alter glasklar: Sex sells. Um mehr geht es nicht. Das ist direkt, einfach und kommt an – zumindest bei Männern.
Vielleicht eben weil es so schön einfach und sicher ist, vielleicht aber auch, weil es der männlichen Burger King Führungsriege einfach Spaß gemacht hat auf den Zug der zur Zeit boomenden Castingshows aufzuspringen, dürfen die glücklichen Gewinnerinnen des Showergirl-Castings von Burger King UK nun unter „the world’s first guilt-free shower-cam“ singen. Großartig!
Jeden Morgen um halb Zehn steigt also ein neues, exponiertes Burger-King Showergirl unter die Dusche und trällert ein Liedchen von Madonna (Like a Virgin), Britney Spears (Hit me baby one more time) und anderen Vorreiterinnen des gepflegten Hupfdohlen-Images.
Natürlich gibt es ganz tolle Interaktionsmöglichkeiten: Per Abstimmung kann gewählt werden, ob das morgige Mädel den Burger-Bikini trägt (bei dem, wie es aussieht, jeweils ein halber Whopper den Busen abschirmt) oder doch lieber den mit dem Spiegelei? Muffin? Mini Pancake?
Als krönenden Hauptpreis kann Mann auch ein Date mit einem der unterwürfigen, „sizzling“ Showergirls gewinnen, die natürlich dann auch singt. Und Männchen macht. Und gute Anlagen für's Apportieren mitbringt.
Fastfood scheint im Vereinigten Königreich eine Männerdomaine zu sein – und weiterhin bleiben sollen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Burger King Werbetreibenden viral für eine so gute Verteilung der Showergirl-Werbung sorgen, dass selbst die Frauen sie wahrnehmen und sich dem Fastfood verweigern – und quasi mit den Waffen einer Frau zurückschlagen.








Aua aua….aua…..