Nov 10, 2009
Twittern auf asiatisch – globale Partnerschaften mit Indien, Japan und Indonesien
Zunächst hatte Twitter im Oktober einen Riesendeal mit dem größten indischen Mobil-Anbieter, Bharti Airtel, abgeschlossen. Der Microblogging-Dienst, der aufgrund seiner auf 140 Zeichen beschränkten Beschaffenheit sowieso schon den mobilen Kurznachrichten ähnelt, kann nun in Indien via SMS bedient werden.
Im Twitter-Blog werden die möglichen Ausmaße dieser Vereinbarung deutlich gemacht: Zwar gibt es mehr als eine Million Internetuser, die allesamt als potentielle Twitter-Nutzer gerechnet werden können, doch liegt das Potential bei den Mobilfunk-Nutzern ungleich höher: Nämlich 4 x so hoch. Dabei wird nur bezahlt, was man verschickt, nicht was man an Tweets empfängt. Aktiviert wird das Twitter-Feature ganz einfach: „START“ an eine bestimmte Nummer senden und schon geht’s los.
Mit der Nutzung von Twitter als SMS-Feature haben sich indische Tweets verändert: In welche Richtung breitet sich ein verheerendes Feuer aus, ein Schlagloch hat auf einer einigermaßen einsamen Landstraße die Achse des Autos zerstört, wer fährt vorbei und wer kann den Schaden vielleicht an Ort und Stelle reparieren? Auch für Erdbebenwarnungen oder bei Überschwemmungen wird der mobile Microblog-Dienst genutzt.
Deals, wie die Betreiber von Twitter sie mit verschiedenen Mobilfunkanbietern abgeschlossen haben, sind vor allem in solchen Ländern von enormer Bedeutung, in denen die technologische Infrastruktur außerhalb der Städte nicht sehr ausgebaut ist. In diesen Regionen ist der Zugang zum Internet, auch über das Handy, so gut wie unmöglich. Mit Twitter jetzt schon.
Nach Indien und Japan wurde nun auch Indonesien an das mobile Twitter-Feature angebunden. Nach einem Abschluss mit dem zweitgrößten bevölkerungsreichen Land der Welt folgte nun der, mit dem viertgrößten an Bevölkerungszahl, dem größten an muslimischem Bevölkerungsanteil und zugleich dem größten Inselstaat der Welt.
Herzlichen Glückwunsch zu den vielen Superlativen.







