Internet in Dänemark


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Bereits im Jahr 2008 verfügten 82 Prozent aller dänischen Haushalte über einen Internetzugang, wovon immerhin Dreiviertel einen Breitbandanschluss nutzen. Und auch der Anteil an Kindern, die das Internet nutzen, ist in Dänemark mit 64 Prozent (zusammen mit den Niederlanden und Großbritannien) am größten.

Internetnutzung

So verbreitet, wie das Internet in Dänemark ist, so gerne nutzen es die Dänen zum Einkaufen. Hier kaufen 47 Prozent aller Internetnutzer online ein, nur noch übertroffen von Großbritannien (49 Prozent). Dabei mach die Gruppe der 25 bis 34jährigen den größten Anteil aus (81 Prozent), dicht gefolgt von der Gruppe der 16 und 24jährigen (76 Prozent). Doch selbst 19 Prozent der über 65jährigen dänischen Internetnutzer kauft online ein.

Diese Zahlen spiegeln die regionalen Unterschiede im europäischen online Kaufverhalten wieder. Denn während Nord- und Westeuropäer in der Regel gerne und oft im Internet shoppen kaufen Süd- und Osteuropäer nur wenig im Netz: In Bulgarien, Rumänien und Litauen liegt die Zahl der Online-Käufer gerade Mal bei zwischen zwei und vier Prozent und die Steigerung gen Süden zu Ländern wie Griechenland, Portugal oder Italien (6 bis 7 Prozent) ist nur unwesentlich höher. Das mag auch an der Art des Internetzugangs liegen, da nach einer Studie des Europäischen Statistischen Amtes die Quote bei Breitbandnutzern im europäischen Vergleich deutlich höher ist (57 Prozent). Darüber hinaus beschränken EU-weit immer noch Handelshindernisse, wie Sprachbarrieren oder rechtliche Einschränkungen, den EU-online-Binnenhandel.

Am meisten nutzen die Dänen das Netz für private Zwecke wie Internetbanking (61 Prozent), gefolgt von Nachrichten lesen (52 Prozent) und Tourismus (Reise und Unterkunft mit 47 Prozent). Und auch bei der Suche nach einer neuen Arbeit sind die Dänen Spitzenreiter in der Nutzung des Internets für die Arbeitssuche oder das Verschicken von Bewerbungen (23 Prozent zu vergleichsweise 16 Prozent in Deutschland).

Internetsperren

In demokratischen Ländern lautet die Rechtfertigung für Internetsperren unisono auf diesem Weg kinderpornografische Inhalte aus dem Internet auszublenden. Doch in der Praxis zeigen die geheimen Sperrlisten, die in Deutschland beim BKA lagern, dass kinderpornografische Inhalte oft nur einen geringen Teil ausmachen, in Dänemark gerade Mal 20 Prozent. Und selbst der Erfolg einer Sperrung kinderpornografischer Seiten ist fraglich, wie Björn Sellström, Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm mitteilte. Dieser äußerte in Anbetracht der von Ursula von der Leyen forcierten Internetsperrlisten nicht nur Bedenken, sondern sagte in einem Fokus-Interview klar, dass die Sperrmaßnahmen leider nicht dazu beitragen, die Produktion von Webpornografie zu vermindern.

Category: Internet worldwide

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